
Imame in Deutschland ausbilden: Die Schlacht um einen europäischen IslamThe Chronicle of Higher Education / 18. 7. 2010 Im schneebedeckten Innenhof der Şehitlik Moschee, Berlins grösstem islamischen Gebetshaus, grüsst der ansässige Imam die Gläubigen mit Händeschütteln und Umarmungen. Mustafa Aydin, ein kleiner, herzlicher Mann mit offenem Parka, ist ein türkischer Beamter mit einem Vierjahres-Posten im Ausland, wie viele der islamischen Prediger in Deutschland, wo die muslimische Gemeinde überwiegend türkischer Herkunft ist. Aydin besitzt Grundkenntnisse in Deutsch, das er gerade lernt, aber er kommuniziert mit mir über einen Türkisch-Deutschen Dolmetscher. Die Gebete sind auf Arabisch, sagt er, aber seine Predigten und Gespräche mit den Gemeindemitgliedern – einschliesslich derjenigen, die in Deutschland geboren und zur Schule gegangen sind – sind in der Sprache der Heimat ihrer Eltern, auf Türkisch. Das ist, versichert er mir, vollkommen ausreichend für die Bedürfnisse seiner Gemeinde. «Wir haben keine Probleme mit Türkisch», sagt er. |


